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Was hat ein Sattel mit Physiotherapie und Clickern zu tun?

Eine ganze Menge, denn der Sattel als Bindeglied und Vermittler    zwischen Menschen- und Pferdekörper muß bestimmte Bedingen erfüllen, damit die Muskeln Ihres Pferdes optimal arbeiten können.

Wenn jedoch der Polsterkanal zu schmal, das Kopfeisen zu eng, die Kissen zu hart, der Schwerpunkt zu weit hinten oder die Auflageflächen zu schräg sind, dann drohen schmerzhafte Verspannungen bis hin zu Atrophie (Muskelabbau) in betroffenen Zonen.

Die meisten Pferde zeigen jedoch nicht sofort, daß es irgendwo klemmt oder drückt. Steter Tropfen höhlt den Stein, und selbst wenn die restlichen 23 Stunden eines Tages nichts auf die Muskeln drückt, hat man einen bleibenden negativen Einfluss auf die Beweglichkeit des Pferdes. Verspannte Muskeln sind schlechter durchblutet und fester. Die Bewegungen des Pferdes werden kürzer und verlieren an Leichtigkeit.

Die gute Nachricht: Es lässt sich -fast- alles wieder zum Guten wenden.

Massagen lockern die Muskeln und nehmen die akuten Schmerzen vom Gewebe. Die so vorbereitete Muskulatur kann man mit einem großen Repertoire von Bodenarbeits- und Turnübungen schön wieder aufbauen. Hierbei leistet der Clicker hervorragende Dienste. So stellen Sie bei Ihrem Pferd ein positives Körpergefühl wieder her.

Sie als Reiter können Ihr Auge für die richtige Paßform des Sattels schulen lassen. Bei meinen Kursen, bei Behandlungen oder beim Termin mit dem Sattler lernen Sie, nach welchen Kriterien man den Sattel überprüft.
Der Pferderücken verändert sich nämlich mehr oder weniger stark, je nach Futterzustand und Muskelmasse durch Reiten und Gymnastizieren. So können Sie selbst schneller reagieren, die geeigneten Maßnahmen ergreifen und viele Sattelprobleme gar nicht erst entstehen lassen.